Band 13, Heft 2-3, Seite 187-210

Stratmann, B.: Vorschläge zu thermophysikalischen Beurteilungvon Fledermaus-Habitatbäumen und zur Bewertung der Temperierbarkeit sekundär ausgeformter Baumhöhlen
Verkaufspreis2,50 €
Beschreibung

Zusammenfassung

Es wird eingangs auf das Fehlen von Untersuchungen zur thermophysikalischen Beurteilung von Starkfrost-Habitatbäumen und zur Temperierbarkeit von Starkfrosthabitaten hingewiesen. Eine erste Möglichkeit zur Beurteilung der thermophysikalischen Eigenschaften forstlich relevanter Baumarten und der Bewertung der Temperierbarkeit wird vorgestellt.
Die Bonitierungssysteme der vier Hauptbaumarten - Fichte, Kiefer, Buche und Eiche - werden vorgestellt. Anhand der Altersstruktur und Bonität läßt sich erkennen, in welchen Beständen die strukturellen Voraussetzungen für das Einzimmern von Primärhöhlen durch den Buntspecht bzw. für das Vorhandensein fortgeschritten sekundär aus geformter Bruthöhlen erwartet werden können. Die Hangplatz- und Energiepotentiale in der Clusterhangordnung von verschiedenen Größengruppen der Fledermäuse werden veranschaulicht.
Es wird versucht, den Zeitraum zu ermitteln, in dem ein Starkfrosthabitat temperierbar wird, über eine durchschnittlich strenge Starkfrostperiode temperierbar bleibt und später als untemperierbar wieder ausscheidet.
Abschließend werden die erforderlichen Arbeitsmittel benannt, die Notwendigkeit der Bilddokumentation betont und auf die Erfassung der Habitatbaumparameter hingewiesen, die für die Ermittlung der Starkfrost-Habitatbäume und zur Berechnung der Temperierbarkeit des Starkfrosthabitats zu erfassen sind.
Dem Gesetzgeber wird erneut eine bundeseinheitliche Kennzeichnung der temperierbaren Starkfrost-Habitatbäume als "Geschützter Fledermaus-Habitatbaum" empfohlen, die als erweiterte Rechtsvorschrift im BNatSchG, der BartSchVO und dem BWG integriert werden sollte.

Erscheinungsjahr:
2008
Sprache:
Deutsch
Download

B13_H2-3_2008_S187-210.pdf

B13_H2-3_2008_S187-210.pdf