Band 13, Heft 1, Seite 61-82

Stratmann, B.: Zur Entwicklung temperierbarer Großraumhöhlen als Starkfrost-Ersatzhabitate für Fledermäuse
Verkaufspreis2,50 €
Beschreibung

Zusammenfassung

Ausgehend von den wenigen zwischen 1872 und 1961 von kompetenten Fachleuten artikulierten Vorbehalten oder eingestandenen Fehlschlägen hinsichtlich der Schaffung geeigneter Ersatzhabitate für die Überwinterung der ursprünglich baumbewohnenden Fledermäuse, werden die ersten zwischen 1990 und 1998 entwickelten Überwinterungskästen vorgestellt. Die konstruktionsseitigen und thermophysikalischen Lösungen werden einer ersten Bewertung unterzogen. Es werden die recherchierten Erkenntnisse hinsichtlich der Energiespeicherung, des Energieumsatzes und der verbleibenden Energiereserven interpretiert, welche im Hinblick auf das angestrebte Untersuchungsziel, Ersatzhabitate für die Überwinterung zu konstruieren, die mittels der Energiereserven unter den mitteleuropäischen Klimabedingungen temperierbar sind. Nachfolgend werden die empirischen Versuchsreihen beschrieben, die konstruktionsseitig zu temperierbaren Starkfrost-Ersatzhabitaten geführt haben. Die Ermittlung der Hangplatz- und Energiepotentiale und die Berechnung des realen Energiebedarfs für eine lebenserhaltende Habitatraumtemperierung bei rückläufigen Temperaturen im Starkfrostbereich werden nachvollziehbar beschrieben. Appelliert wird an die Hersteller, künftig vorab die Temperierbarkeitsgrenzen ihrer Ersatzhabitate für die Überwinterung zu prüfen, und an die Artenschützer, im Rahmen ihrer Verantwortung nur geprüfte Überwinterungshabitate auszubringen. Aus Erfahrung wird darauf hingewiesen, daß damit auch die Grundlagen geschaffen worden sind, in allen Entscheidungsebenen anstelle unbegründeter Vorurteile, emotionaler Beurteilungen und Mutmaßungen, welche die ökologisch komplexe Hege der Fledermäuse betreffen, künftig sachkundig beurteilen und bewerten zu können.

Erscheinungsjahr:
2008
Sprache:
Deutsch
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