Band 10, Heft 2, Seite 155-159

Buchen, C.: Das Mausohr (Myotis myotis) im Morsbacher Bergland (Oberbergischer Kreis, Reg.-Bez. Köln) in den Jahren 1974-2004
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Beschreibung

Zusammenfassung

Das Morsbacher Bergland liegt im Bereich der nördlichen Verbreitungsgrenze des Mausohrs (Myotis myotis) in Deutschland. Nicht zuletzt aus diesem Grunde waren im Gebiet nur wenige und ausgesprochen kleine Vorkommen dieser Fledermausart nachweisbar.
In den Jahren 1974-2004 wurde im Morsbacher Bergland das Schicksal des einzigen dort auf einem Schuldachboden bekannten, 1984 zerstörten Mausohr-Wochenstubenquartiers verfolgt. Das Besondere an dieser Wochenstube war, daß sie von 1976 bis zu ihrem gewaltsamen Ende (Teilabriß, Brandstiftung) lediglich aus wenigen Individuen bestand, wobei die Aufzucht von Jungtieren sogar nur für zwei Sommer (1981, 1983) zu belegen war. Über die möglichen Ursachen dafür gibt es nur Vermutungen. Drei weitere Wochenstuben (eine davon neu und offenbar als Folge einer Umsiedlung gegründet) werden für den benachbarten Kreis Altenkirchen erwähnt.

In acht Winterquartieren, darunter sechs in längeren Bergwerksstollen und zwei in ehemaligen Eisenbahntunnels, erfolgte eine geringe Zunahme des Mausohrs, zuletzt (2003/04) auf einen Gesamtbestand von 14 Individuen.

Ein beringtes Mausohr-♀, das aus einer 62 km entfernten hessischen Wochenstube herstammte, konnte in sechs Wintern immer im gleichen Winterquartier sowie einmal - 60 km von der Wochenstube entfernt - in einer Paarungsgesellschaft bestätigt werden.

Summary

The greater mouse-eared bat (Myotis myotis) in the mountainous country of Morsbach (district of Oberberg, administrative district of Köln)

The mountainous country of Morsbach lays within the northern distribution limit of the greater mouse-eared bat (Myotis myotis) in Germany. Therefore only few findings are known of this species in the area.

During the years 1974 to 2004, the fate of the only known maternity colony in the loft of a school (destroyed in 1984) was followed. This colony only consisted of few individuals from 1976 to its destruction (demolition, arson) and the raisal of juveniles was only observed in two summers (1981, 1983). The reasons can only be assumed. Three further maternity colonie (one of them new and probably due to a resettlement) are known in the neighbouring district of Altenkirchen.

In the winter roosts, six of them are in large mines and two in old railway tunnels, a small increase in numbers of the greater mouse-eared bat was observed, latest (2003/04) 14 individuals altogether.

A ringed female mouse-eared bat, originating from a maternity roost in Hessen, 62 km away, was found during six winters in the same hibernacula, and once in a mating colony far away from the maternity roost.

Erscheinungsjahr:
2005
Sprache:
Deutsch
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