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Fledermausfauna für Rüdersdorf und Umgebung PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 13 Dezember 2011

Fledermausfauna für Rüdersdorf und Umgebung (80-jährige Bestandserhebungen)

Augenblicklich wird intensiv an der Fertigstellung eines Themenheftes mit dem Titel „80 Jahre Fledermausforschung und Fledermausschutz in Rüdersdorf“ gearbeitet. Nirgendwo auf der Welt ist es bisher gelungen, einen so großen Fledermausbestand über einen derart langen Zeitraum, lediglich von den Kriegsjahren unterbrochen, zu untersuchen, qualitativ wie quantitativ. Es werden die Veränderungen dargestellt, die sich unter anderem dadurch eingestellt haben, dass immer mehr Altstrecken durch den Kalksteinabbau verschwunden sind, während andererseits an ihre Stelle immer mehr stillgelegte Industrieanlagen getreten sind, die von den Fledermäusen für das Überwintern erfolgreich erschlossen werden konnten (mehrere alte Brennöfen, ein Straßentunnel, ein ehemaliger Aschegang, ein ehemaliges E-Werk, ein Ringofen usw.). Infolge langjähriger Markierungstätigkeit konnte für die häufigeren Arten erkannt werden, welches Einzugsgebiet das Rüdersdorfer Winterquartier besitzt. Diese und andere Ergebnisse werden detailliert mitgeteilt. Des weiteren wird auf den Fledermausschutz eingegangen, der durch die Einrichtung von insgesamt 7 FFH-Gebietenin den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung genommen hat. Im Rahmen dieses Themenheftes wird auch die Pionierarbeit gewürdigt, die der Nestor der deutschen Fledermauskunde, Prof. Dr. Martin Eisentraut, ab Anfang der 1930er Jahre in Rüdersdorf geleistet hat. Er hat u. a. die Beringung bei Fledermäusen weltweit entwickelt und damit speziell bei Mausohren (Myotis myotis) die ersten grundlegenden Ergebnisse zur Migration dieser Art erforscht.

Hae        

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13 Dezember 2011 )
 
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