Karstcamp 2007 erfolgreich: Nymphenfledermaus gefangen!
Wie wir soeben erfahren haben, war das Kartscamp 2007 vom 01.-03. Juni in Hainrode unter dem Titel "Auf den Spuren der Nymphenfledermaus, Myotis alcathoe" (s. Meldung in "Nyctalus aktuell" vom 07.05.2007) sehr erfolgreich.
Folgender Bericht liegt uns vor:
"Ende Mai, Anfang Juni fliegen überwiegend die Männche mehrerer Fledermausarten im Sulfatkarst. Die Laubwälder des Gipskarstes verfügen über eine abwechslungsreiche Oberflächenmorphologie mit diversen Hohlformen, Karstspalten und Bachschwinden. Bei Hainrode wurden in alten Laaubwäldern, überwiegend aus Buchen, Hainbuchen und Eichen bestehend, Netzfänge durchgeführt:
Am 01.06. Netzstandort nahe der Dinsterbachschwinden - Fangergebnis:
4 Wasserfledermäuse (Myotis daubentonii) 1 Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) 1 Fransenfledermaus (Myotis nattereri) 1 Nymphenfledermaus (Myotis alcathoe) 1 Braunes Langohr (Plecotus auritus) 1 Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Am 02.06. Netzstandort nahe der Ankenbergschwinde - Fangergebnis:
2 Mausohren (Myotis myotis) 2 Große Bartfledermäuse (Myotis brandtii) 1 Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) 1 Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) [Weibchen, nicht reproduktiv]
Leider wurden nicht alle drei Bartfledermausarten gefangen, um diese untereinander vergleichen zu können.
Beim "Büchenbergcamp vom 27.-29.07.2007, Elbingerode/Harz" (siehe Meldung in "Nyctalus aktuell" vom 10.05.2007) besteht vermutlich die Möglichkeit, alle drei Bartfledermausarten vor Schwärmquartieren zu beobachten."
Tagsüber fanden mehrere Vorträge von Alex Theiler aus der Schweiz über den Fledermausschutz in den Kantonen Nid- und Oberwalden, am Beispiel von Quartieren der Kleinhufeisennasen und Mausohren, statt. Außerdem machte Christiane Funkel auf einer Exkursion auf die vielen botanischen Besonderheiten im Karst aufmerksam.
Bernd Ohlendorf / AK Fledermäuse Sachsen-Anhalt
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