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Internationaler Fledermausschutz PDF Drucken E-Mail
Freitag, 06 Oktober 2006

 

Neues vom internationalen Fledermausschutz - wer macht mit?

Bitte um Mitarbeit 

 

Liebe Fledermausfreundinnen und Fledermausfreunde!

Auf Einladung des britischen Bat Conservation Trust (BCT) konnten wir am 4. und 4. April 2006 in der Freilufthalle Juniper Hall in der Grafschaft Surrey (UK) an einem Workshop über Fledermaus-Monitoring in Europa teilnehmen. Der Workshop wurde vom britischen Umweltministerium und dem EUROBATS-Sekretariat unterstützt. 31 Vertreter aus 15 Staaten nahmen am Workshop teil, um die Umsetzung von Beschlüssen der letzten EUROBATS- Vertragsstaatenkonferenz zu befördern.

Am ersten Tag berieten wir über Leitlinien für die Erfassung und für ein Monitopring von Fledermauspopulationen in Europa. Eine Entwurfsfassung wurde gemeinsam überarbeitet. Das Ergebnis wird dem Beratenden Ausschuss des EUROBATS-Abkommens bei seiner 11. Sitzung im Mai 2006 in Luxemburg vorgelegt. Ziel ist es, eine abgestimmte Fassung der Monitoring-Leitlinien von den Regierungsdelegationen während der im September 2006 in Slowenien stattfindenden EUROBATS-Vertragsstaatenkonferenz beschließen zu lassen. Sie werden dann auch für Deutschland gültig. Es ist beabsichtigt, die Leitlinien anschließend zu drucken und in ganz Europa zu verbreiten. Wir hoffen, daß auch eine deutsche Fassung dann veröffentlicht werden kann.

Am zweiten Tag des Workshops sprachen wir über die Idee, die Fledermausbestände in unterirdischen Quartieren in ganz Europa zu erfassen, um einen ersten Schritt zur Etablierung eines europäischen Fledermaus-Monitorings zu wagen. Schnell wurde aus den Überlegungen ein Projekt, das mit Vorbereitungen und Datenauswertungen über etwa fünf Jahre laufen müsste. Es soll (1.) die standardisierte Erfassung von Winterbeständen, (2.) eine Bewertung der an unterirdischen Sommerkolonien (vor allem im Mittelmeergebiet) zu erhebenden Populationsparameter sowie (3.) eine Untersuchung der im Rahmen eines Monitorings nutzbaren Daten von Schwärmquartieren umfassen. In Deutschland kann es als Winterquartier-Projekt betrachtet werden. Die Erhebungen sollen an den (von EUROBATS als solche identifizierten) bedeutenden unterirdischen Lebensstätten von Fledermäusen in Europa und an möglichst vielen weiteren Quartieren in Höhlen, Stollen und Kellern durch- geführt werden. Das Projekt wird zur Umsetzung einer Reihe von bestehenden EUROBATS- Beschlüssen beitragen.

Der EUROBATS-Vertragsstaatenkonferenz wird im September vorgeschlagen, eine Vorun- tersuchung zu fördern. Diese soll den Charakter einer Machbarkeitsstudie haben und die notwendigen organisatorischen Rahmenbedingungen, die teilnehmenden Staaten bzw. Ver- bände sowie die entstehenden Kosten klären. Schließlich sollen die für das Hauptprojekt erforderlichen Anträge im Rahmen der Voruntersuchung geschrieben werden.

Unser Wunsch ist es, allen Fledermausfreundinnen und Fledermausfreunden in Deutschland die Möglichkeit zur frühzeitigen Beteiligung an den Abstimmungen der Monitoring-Leitlinien und der Entwicklung des künftigen Winterquartier-Projekts zu ermöglichen.

Wir bitten deshalb,

1. wenn Sie an den oben geschilderten Aktivitäten beteiligt sein möchten, jedem von uns eine entsprechende persönliche Nachricht per E-Mail oder Postkarte zu schicken mit

- Betreff: "EUROBATS Monitoring-Leitlinien" oder EUROBATS Winterquartier-Projekt"

- Ihrem Namen und Ihrer Postanschrift und

- falls vorhanden Ihrer E-Mail-Adresse.

2. Diesen Infobrief an viele Gleichgesinnte, die möglicherweise an einer Beteiligung interessiert sind, weiterzuleiten.

Wir werden zu gegebener Zeit allen Interessierten, die sich bei uns gemeldet haben, die relevanten Unterlagen schicken. Allerdings werden alle Dokumente und Diskussionen in Englisch sein. Über die Unterstützung bei den anstehenden Arbeiten der internationalen Abstimmung der Monitoring-Leitlinien und des Winterquartier-Projekts würden wir uns sehr freuen!

Dr. Christine Harbusch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Orscholzer Str. 15, D-66706 Perl-Kesslingen, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Dr. Peter Boye, Bundesumweltministerium, N I 2, Robert-Schumann-Platz 3, D-53175 Bonn, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
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